Manifestation – Kontrolle oder Vertrauen?
- Nika Nunnari

- vor 1 Tag
- 4 Min. Lesezeit

Kannst du deine Realität wirklich erschaffen?Manifestation gehört heute zu den bekanntesten Begriffen der modernen Spiritualität. Bücher, Podcasts und soziale Medien vermitteln die Botschaft, dass unsere Gedanken, Gefühle oder unsere innere Schwingung bestimmen, was wir in unser Leben ziehen. Ich kann gut verstehen, warum diese Idee so viele Menschen fasziniert. Auch mich hat sie einmal angesprochen. Nicht, weil ich Macht über andere Menschen wollte. Sondern weil ich – wie viele andere auch – nach Hoffnung, Heilung und Orientierung gesucht habe.
Die Vorstellung, das eigene Leben bewusst gestalten zu können, klingt zunächst stärkend. Sie vermittelt das Gefühl, den Umständen nicht mehr ausgeliefert zu sein. Doch irgendwann begann ich, mir eine andere Frage zu stellen. Wer ist eigentlich die Quelle meines Lebens?
Warum Manifestation so anziehend wirktIch glaube, Manifestation spricht vor allem eine tiefe Sehnsucht im Menschen an. Die Sehnsucht nach Sicherheit, Heilung und Frieden. Nach einem Leben, das sich endlich leicht anfühlt.
Viele Menschen haben Verletzungen erlebt oder Zeiten durchgemacht, in denen sie sich machtlos fühlten.
Die Vorstellung, durch die eigenen Gedanken oder die richtige innere Ausrichtung das Leben verändern zu können, schenkt Hoffnung. Und genau deshalb ist Manifestation so attraktiv.
Wo für mich der Irrweg beginntAus meiner Sicht beginnt der entscheidende Unterschied dort, wo sich die Quelle verschiebt und nicht mehr Gott steht im Mittelpunkt, sondern der Mensch. Aus Vertrauen wird Kontrolle und aus Hingabe wird Selbststeuerung.
Die Frage lautet plötzlich nicht mehr:
"Gott, was möchtest Du?"
Sondern:
"Wie kann ich meine Realität erschaffen?"
Für mich war das eine wichtige Erkenntnis. Denn durch den Glauben, mein Leben selbst erschaffen zu können, hatte ich mich unbemerkt immer weiter von Gott entfernt. Ich glaube natürlich weiter, dass wir Verantwortung für unsere Entscheidungen tragen – aber nicht dazu geschaffen sind die Kontrolle über das Leben zu haben, ohne mit Gott eine Beziehung zu haben.
Kontrolle oder Vertrauen?Diese Frage begleitet mich bis heute. Ich glaube nicht, dass Gott möchte, dass wir unser Leben aus eigener Kraft kontrollieren. Ich glaube, dass Er uns einlädt, Ihm zu vertrauen. Vertrauen bedeutet nicht, passiv zu werden, sondern anzuerkennen, dass Gott die Quelle des Lebens ist und dass Sein Blick weiter reicht als unserer. Gerade darin habe ich einen Frieden gefunden, den Kontrolle mir nie schenken konnte.
Ich weiß aber auch, wie es ist, in diesem Dschungel der Spiritualität nach Antworten zu suchen. Viele Lehren klingen zunächst schlüssig und hoffnungsvoll. Gerade deshalb halte ich es für so wichtig, immer wieder zu fragen: Wer ist die Quelle meines Lebens? Diese Frage begleitet mich bis heute.
Mein Weg heuteHeute sehe ich Manifestation anders.
Es ist ein Weg, auf dem ich mein Herz immer wieder neu auf Gott ausrichte und lerne, Ihm zu vertrauen. Für mich beginnt Heilung genau dort.
Gott durchfließt alles – aber ich bin nicht Gott
Vor Kurzem wurde ich unter einem meiner Beiträge gefragt:
„Warum trennst du Gott und Ich?“
Ich fand diese Frage wunderschön, weil sie genau den Kern dieses Themas berührt.
Meine Antwort war:
Gott durchfließt alles und ist niemals getrennt. Er ist der Schöpfer allen Lebens und seine Gegenwart kann überall erfahrbar sein. Doch ich bin deshalb nicht Gott. Gott ist Gott.
Genau hier beginnt für mich einer der entscheidenden Irrwege moderner Spiritualität.
Viele Lehren vermitteln, dass der Mensch selbst göttlich sei, dass er die Quelle seiner Wirklichkeit ist und deshalb erschaffen oder manifestieren könne, was er möchte.
Ich glaube etwas anderes. Ich glaube, dass wir aus Gott leben – aber nicht Gott sind.
Wir dürfen seine Liebe empfangen, uns von ihm führen lassen und in Beziehung mit ihm leben. Doch wir ersetzen ihn nicht. Gerade diese Unterscheidung verändert für mich alles.
Denn wenn ich glaube, selbst die Quelle zu sein, liegt die Verantwortung für mein Leben vollständig auf meinen Schultern und ich werde immer daran zerbrechen, weil nur Gott das alles tragen kann. Wenn ich jedoch erkenne, dass Gott die Quelle ist, darf ich vertrauen.
Und genau dieses Wort hat für mich eine ganz besondere Bedeutung.
Vertrauen.
Es nimmt den Druck, alles kontrollieren zu müssen und schenkt Frieden, obwohl noch nicht alle Antworten da sind. Es erinnert mich daran, dass ich mein Leben nicht allein tragen muss.
Für mich ist Vertrauen deshalb eines der schönsten Geschenke, die Gott uns macht.
Und dieses Wort "Vertrauen" ist doch einfach Beruhigung pur, oder?
Möchtest du tiefer eintauchen?🥰
Behind the scenes:
Aus meinem kostenlosen Guide „7 spirituelle Irrwege“ wächst in den kommenden Monaten Schritt für Schritt die Bibliothek des Schamanischen Herzens.
Jedes der sieben Themen erhält eine eigene Vertiefung, in der wir gemeinsam noch tiefer hinschauen.
Den Anfang dieser Bibliothek macht:

Darin geht es unter anderem um:
warum Manifestation so viele Menschen anspricht,
wo der eigentliche Irrweg beginnt,
warum Kontrolle und Verantwortung nicht dasselbe sind,
und weshalb Vertrauen auf Gott eine andere Grundlage schafft.
Vielleicht fragst du dich gerade:Welche spirituellen Wege führen mich wirklich näher zu Gott – und welche entfernen mich unbemerkt von ihm?
Wenn du dir einen ersten Überblick verschaffen möchtest, kannst du dir meinen kostenlosen Guide „7 spirituelle Irrwege“ herunterladen.

Ich wünsche dir von Herzen, dass dieser Artikel dich ermutigt, Fragen zu stellen, selbst nach Wahrheit zu suchen und dein Herz immer wieder neu auf Gott auszurichten.
Möge Yaya dich auf deinem Weg führen und dein Vertrauen Tag für Tag wachsen lassen.
munay sonqo
liebendes Herz & herzliche Grüße
Nika










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